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Internat Solling 

Anbietername
Internat Solling
Adresse
Einbeckerstr. 1
37603 Holzminden
Bundesland
Niedersachsen

Internat für
Mädchen 5. - 12. Klasse, Jungen 5. - 12. Klasse
Schulform
gymnasiale Oberstufe
Träger
Stiftung
Verband
Die Internate Vereinigung e. V.
Internatsplätze
200
Schüler
250
 
Internatsportrait
Leitbild

Die Erkenntnis, dass der Mensch eine Einheit von Verstand und Gefühl, von Körper und Geist, von "Kopf, Herz und Hand" ist, bestimmt unser Handeln. Das Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation prägt unsere pädagogische Arbeit.

Durch eigenständiges Lernen in Fächern mit neuen Inhalten ver- mitteln wir Kernkompetenzen und wecken die Freude an Leistung und Erkenntnis. Wir regen zu analytischen, aber auch zu kreativen Denk- und Handlungsformen an und geben den Jugendlichen Zeit, Raum und Muße für positive Schulerfahrungen. Wir begleiten sie auf dem Weg zu Erkenntnisfreude und sozialer Kompetenz.

Junge Menschen lernen im Internat Solling, Selbstverwirklichung mit Verantwortungsbewusstsein für die Gemeinschaft zu verknüpfen. Daneben stehen Werte wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Ver- antwortung, Toleranz und selbstbestimmtes Handeln. Gegen- seitiges Vertrauen bilden die Grundlage der Gemeinschaft

Geschichte
Der Legende nach saßen die Gründer am 11.11.1908 in Wernigerode am Harz bei einer Martinsgans und Wein zusammen und beschlossen, eine eigene Schule aufzubauen. Jedes Jahr wird dieses Ereignis mit einem großen Festessen gefeiert.
Ob es im Einzelnen so war wie berichtet, ist wie bei allen Legenden zweitrangig. Tatsache ist, dass 1909 der Grundstein für das erste Schulgebäude – das Unterhaus – gelegt wurde, und dass das Landschulheim am Solling seit mehr als hundert Jahren erfolgreich Kinder und Jugendliche auf das Leben vorbreitet, über alle Höhen und Tiefen der Zeitläufe hinweg.
Nach einem fulminanten Start – 1912 wurde bereits das doppelt so große Oberhaus gebaut – brachte der 1.Weltkrieg die Schule fast zum Zusammenbruch, zumal der erste Leiter Alfred Kramer 1918 starb. Sein dynamischer Nachfolger Theophil Lehmann führte das LSH dann durch teils schwierige, teils goldene Zwanziger Jahre und kämpfte nach anfänglicher Sympathie für die Nationalsozialisten bis zu seinem Tod 1943 um die Unabhängigkeit seiner Schule. Für kurze Zeit, bis zum Zusammenbruch im Frühjahr 1945, wurde dann doch ein SS-Mann Schulleiter.
Schon im Herbst 1945 erfolgt jedoch die Wiederöffnung, die Schülerzahlen stiegen schnell an und erreichten in den späten 50er Jahren ihren Höhepunkt. In den 70er und 80er Jahren, als mit der enorme Ausweitung des staatlichen gymnasialen Angebotes viele Internate schließen mussten, kam auch das LSH nicht um eine Verkleinerung herum und verkaufte einige Gebäude. Seit 1985 besteht es in der aktuellen Größe und konnte bei seiner Jubiläumsfeier Pfingsten 2009 überwiegend mit Stolz zurück und mit Zuversicht nach vorn blicken.
Kooperationen

Traditionell ist das Internat Solling in ein vielfältiges Netz deutscher und internationaler Partnerschaften eingebunden. Dazu zählt die Mitgliedschaft in der Deutschen Vereinigung der Landerziehungsheime e. V., in der auch die 21 renommiertesten deutschen Internate vertreten sind. Daneben ist auch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Niedersachsens wichtig, in der die Interessen der freien Schulen des Bundeslandes vertreten werden. Der schulischen Weiterentwicklung dient die Mitarbeit bei "Blick über den Zaun", ein Verbund reformpädagogisch engagierter Schulen, und im Verbund der Selbstwirksamen Schulen.

Traditionell war das internat Solling schon immer eine internationale Schule mit besonderen Beziehungen nach Lateinamerika. Das Internat Soling ist anerkannte UNESCO-Projektschule. So haben Schüler und Schülerinnen die Gelegenheit, an vielen internationalen Projekten teilzunehmen. In diesem Sinne beteiligt sich alljährlich eine Schüler-Delegation an der "Schüler-UNO" in Den Haag (THIMUN) und durch das COMENIUS-Projekt gibt es u.a. ein Austauschprogramm mit norwegischen Schulen.

Neben diesen Netzwerken hält das Internat Solling seine vielfältigen Kontakte nach außen. Daneben hat das Internat sein eigenes Netzwerk innerhalb der Schüler- und Altschülerschaft. Die ehemaligen Landschulheimer sind im LSH-Bund organisiert und halten einen intensiven Kontakt untereinander, aber auch zu ihrer alten Schule.

LEH - die Vereinigung deutscher Landerziehungsheime e.V.LEH Service GmbHFreie Schulen NiedersachsenAltschülerbundSchulverbund Blick über den ZaunVerbund Selbstwirksamer Schulen e.V.UNESCO-ProjektschuleTHIMUN - The Hague International Model United NationsBiTS - Die Unternehmer-HochschuleCOMENIUSPFH Göttingen - Private University of Applied SciencesSportfreundliche Schule Niedersachsen

Deutsche Reiterliche Vereinigung e. V.

Pferdesportverband Hannover e. V.

Ester und Silvius Dornier Stiftung

Zertifikate und Auszeichnungen
UNESCO-Projektschule, anerkannte MINT ec Schule, Sportfreundliche Schule, FN zertifizierter Reitstall

Internatsleben
Betreuung

Jeweils 8 bis 12 Schülerinnen oder Schüler, jeweils der Unter-, Mittel- oder Oberstufe bilden eine Wohngemeinschaft. Sie leben in der Regel in Doppelzimmern, Tür an Tür mit der Lehrerin oder dem Lehrer, der sie betreut.

Diese haben ein großes Aufgabenfeld: Sie essen mit der Gruppe, betreuen die Hausaufgaben in der Arbeitsstunde, planen gemeinsame Aktivitäten. Sie sind ständige Ansprechpartner, nehmen sich auch persönlicher Belange an und halten die Eltern auf dem Laufenden.

Mit den Fachlehrern kümmern sie sich um schulische Probleme einzelner Schüler, denn gemeinsam kann man rechtzeitig darauf eingehen.

Angebote und Freizeit

Das Freizeitprogramm beginnt um 14:30 Uhr mit zahlreichen Arbeitsgemeinschaften in den Bereichen Sport, Musisch-Kreatives und Handwerk. Parallel dazu kann auch noch bis 16 Uhr Unterricht stattfinden.

Oberstufenschüler wählen außerdem einen sozialen Dienst und bringen sich so für die Gemeinschaft ein. Ab 17:15 Uhr sitzen alle Schüler in ihren Zimmern und erledigen die Hausaufgaben in der sogenannten "Arbeitsstunde". Um 19 Uhr gibt es Abendessen, danach ist wieder Zeit zur freien Verfügung. Je nach Alter muss man zu bestimmten Zeiten zu Hause sein.

Wochenende und Ferien
Wochenendprogramm

An allen Nachmittagen und am Wochenende stehen in der Freizeit die breiten Angebote an Sport, Handwerk und musisch-kreativen Aktivitäten und zahlreichen Exkursionen zur Verfügung.
Nach sechs Tagen Schule hat man sich ein ruhiges Wochenende verdient. Entspannen ist erlaubt, aber man kann auch viel gemeinsam unternehmen. Man nutzt das breite sportliche Angebot, trifft sich in der Teestube oder Cafeteria, geht abends in die LSH-Disko oder das eigene Kino.
Wer lernen oder ein Referat machen muss, findet in der Bibliothek einen ruhigen Ort mit Literatur, Kopierer und PC.
Zusätzlich seit dem Schuljahr 2012/2013 ein umfangreiches Wochenendprogramm. Dadurch wird auch für unsere ausländischen und externen Schüler eine besondere Gelegenheit zur aktiven Teilnahme am Internatsleben geboten. Es ist in 4 Bereiche gegliedert:

SPORT:
Fußball, Tennis, Reiten, Rugby, Beachvolleyball, Golf, Badminton, Tischtennis, Leichtathletik und vieles mehr.

KUNST / KULTUR:
Atelier, Töpferei, Tischlerei, Schmiede, Exkursionen (Theater, Musical, Autorenlesungen, Stätten des Weltkulturerbes…) und vieles mehr.

SOZIALE DIENSTE:
Projekte aus den Bereichen: UNESCO, Literatur, Theater, Musik, Vorbereitung „Weihnachtsbasar“ und vieles mehr.

WISSENSCHAFT:
MINT – Aktivitäten (Mathematik/Informatik/Naturwissenschaften/Technik), Exkursionen, Mathematik- u. naturwissenschaftl. Wettbewerbe und vieles mehr.

Räumlichkeiten und Unterbringung
Wohngruppengröße: 8 bis 12 Jugendliche
Zweibettzimmer (für Abiturienten meist Einzelzimmer)
Die Wohngruppen werden von Lehrern und Lehrerinnen betreut, die mit ihren Familien im internat leben.
Lage und Umgebung
Das Internat Solling liegt in einem 50 ha großen Park oberhalb der Stadt Holzminden an der Weser.
Schüleraustausch und Internationales
Schüler aus spanisch sprechenen Ländern (Spanien, Mexico), aber auch aus Dänemark, Brasilien, Korea, China und Russland.
Das Internat Solling ist anerkannte UNESCO-Projektschule und COMENIUS-Schule und nimmt dadurch an internationalen Projekten teil.
Es bestehten Kooperationen mit Schulen in Kanada und Mexico.
Unterricht
Schulportrait

Das Leben im Internat schult ganz besonders das soziale Lernen. Die Schülerinnen und Schüler wohnen maximal zu zweit in einem Zimmer, für die Abiturienten gibt es auch Einzelzimmer. Jeder Schüler gehört einer Wohngruppe von acht bis zwölf Jugendlichen an, in der Regel aus einer Schulstufe. Das sind im Internat Solling in der Unterstufe die „Schützen“, in der Mittelstufe die „Scholaren“ und in der Oberstufe die „Magister“. Diese Wohngruppen heißen Kameradschaft oder kurz Kam. Jede dieser Gruppen wird von einem Lehrer – nicht von Erziehern! – betreut, der allein oder mit seiner Familie mit seiner Kam auf einem Flur wohnt. Jeder erlebt so in seinem unmittelbaren Lebensbereich ein dichtes Geflecht von menschlichen Beziehungen, wo der Grundsatz gilt: Ihr müsst euch auseinandersetzen – aber so, dass ihr euch wieder zusammensetzen könnt! Es geht also um den Weg zum vernünftigen Gebrauch von Rechten und zur Einhaltung von Pflichten im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft.

Dieses soziale Lernen geschieht auch in der verpflichtenden Teilnahme an einem „Sozialen Dienst“ wie Heim-Feuerwehr, THW, Rotes Kreuz, Betreuung jüngerer Schüler, Leitung einer Sportgruppe, Pflege des Geländes, Mitwirkung im Schulparlament etc..

Unterrichtsfächer

Der besondere Geist des Internats Solling ist auch im Unterricht spürbar. Verdruss über Neuerungen wie das achtstufige Gymnasium oder fünf Abiturprüfungsfächer - Fehlanzeige. Mit immer neuen, stetig verfeinerten Methoden und Ansätzen ist das Internat Solling schon in vielen Fällen wegweisend für andere Schulen gewesen. Unsere Lernkultur baut auf Eigenständigkeit, Selbstverantwortung und Interesse am Lernen, damit langfristig Leistung einfacher erbracht werden kann.
Innovation bringt neue Ideen, neue Ansätze und neue Begriffe mit sich. Wir möchten Ihnen gerne die wichtigsten Instrumente der Lernkultur vorstellen.

Wochenplan und FreiarbeitWochenplan und Freiarbeit

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 arbeiten nach einem Wochenplan. Dieser sieht vor, dass sie in ihren zwei Stunden Freiarbeit pro Woche selbst gewählte Unterrichtsbausteine in ihrem eigenen Tempo bearbeiten. Ziel des Wochenplans ist es, den Kindern und Jugendlichen ein Gefühl für ihr Zeitmanagement zu geben. Die einzelnen Module unterscheiden sich nicht nur thematisch, sondern auch methodisch, um das selbsttätige Lernen zu fördern. Besonders wichtig bei unserem Wochenplan ist uns, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur Lernstoff pauken, sondern sich eigenständig und eigenverantwortlich selbst bilden, indem Zeit, Ruhe und Muße für ein eigenes Lerntempo gewährleistet werden.

Lernbüro

Eigenständig und eigenverantwortlich zu lernen ist eine Forderung, die die Diskussion um Bildungsstandards in den letzten Monaten und Jahren geprägt hat. Daher wurde für die Schülerinnen und Schüler der Stufen 8 und 9 das so genannte Lernbüro eingerichtet. Dabei wird der traditionelle Klassenunterricht zugunsten der individuellen Arbeit umorganisiert. Die Schüler haben sechs Stunden pro Woche Lernbüro, in denen sie nach einem selbst erstellten Wochenplan Module in den Fächern Englisch, Deutsch und Mathematik in Eigen-, Partner- und Gruppenarbeit erarbeiten. Hierbei sollen die individuellen Arbeitspläne so gestaltet werden, dass pro Tertial zwei bis drei Module in jedem Fach bearbeitet werden. Die Module in den einzelnen Fächern sind so konzipiert, dass sie möglichst viel dem eigenen Tun und Konstruieren verpflichtet sind. Das Projekt "Lernbüro" wird professionell durch unseren Schulpsychologen begleitet. In verschiedenen Tests wurde so deutlich, welch positive Auswirkung die Arbeit im Lernbüro gerade auf die Sozial- und Beziehungsaspekte bei den Schülern hatte.
Wir sehen das Lernbüro als konsequente Fortsetzung der Freiarbeit in den Klassen 5 bis 7, jedoch mit mehr Bezug auf die Inhalte einzelner Fächer.

Lerntagebuch und Lernzentrum

Raum, Zeit und Muße sind Kategorien, die im normalen Schulalltag fast verlorengegangen sind. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben wir eigens den Dachboden der Musenscheune ausgebaut und dort ein modernes „Lernzentrum“ eingerichtet. Es ist als räumlicher und zeitlicher Oberbegriff für unterschiedliche Formen des eigenständigen Lernens zu verstehen. Der Gebrauch elektronischer Medien ist untersagt, es herrscht eine angenehme, auf Papier, Buch und Stift reduzierte, ruhige Lernatmosphäre, in der jeder Schüler die Möglichkeit hat, seine individuellen Schwächen zu minimieren bzw. seine individuellen Stärken weiter auszubauen. Das Lernzentrum ist nachmittags und abends geöffnet, auch am Wochenende, so dass jeder Schüler individuell entscheiden kann, wann er diesen Ort der Arbeitsruhe aufsuchen möchte. Die Anwesenheit sowie ein individueller Lernplan wird im Lerntagebuch des Schülers dokumentiert, dort werden auch Hausaufgaben, Tests und Klassenarbeiten eingetragen sowie die Noten des Jahres gesammelt. Außerdem ist Platz für Rückmeldungen der Fachlehrer über Stärken und Schwächen des Schülers im jeweiligen Fach, sodass für den Schüler ersichtlich ist, wo er eventuell noch nacharbeiten sollte.
Das Lernzentrum unterstützt das Internat Solling auf seinem Weg zu einer neuen Lernkultur, indem der neue Lernort nicht nur Raum, sondern auch individuelle Lernzeiten geschaffen hat, die der Schüler in Eigenverantwortung nutzen kann. Durch diese Eigenständigkeit und Flexibilität übernimmt jeder einzelne Schüler eine ganz neue Position in seinem eigenen Lernprozess – das bewusste „Sich-in-einen-Lernraum-begeben“ und das „Sich-Zeit-suchen-und-nehmen“ schafft ein neues Bewusstsein und eine veränderte Rolle in dem komplizierten Prozess des Lernmanagements.

Arbeitsstunde

Die Arbeitsstunde findet montags bis freitags zwischen 17:15 Uhr und 18:45 Uhr statt. Zu dieser Zeit sind alle Schülerinnen und Schüler auf ihren Zimmern und erledigen ihre Hausaufgaben. Der Kam-Leiter bzw. die Kam-Leiterin ist als Ansprechpartner stets in der Nähe und gewährleistet die Hausaufgabenbetreuung. Während der Arbeitsstunde finden keine AGs statt, sodass alle Schüler gleichzeitig in Ruhe und ohne Ablenkung lernen können.

Kompetenzfach

Der Unterricht sollte nicht nur durch Wissensziele bestimmt werden, sondern sollte besonders auf die Transferfähigkeit des Gelernten achten. Das veranlasste das Internat, so genannte "Kompetenzfächer" einzurichten. In diesen Kursen sollen Fähigkeiten und Fertigkeiten gelernt und trainiert werden, die schon immer Bestandteil des traditionellen Fachunterrichts waren, jetzt jedoch stärkeres Gewicht und neue Relevanz für die Lernenden erhalten, da sie einzeln isoliert und in neuartiger methodischer Herangehensweise vermittelt werden. Diese Isolierung hat den Vorteil, dass Basiskompetenzen quasi im "Trainingslager" in immer wieder neuartigen Spiel- und Übungsreihen eingeübt, verbessert und gefestigt werden können. Lernen wird bewusst erlebt, der eigene Lernprozess, der Ablauf des Wissenserwerbs und die Bedeutung einzelner Fertigkeiten und Kompetenzen für das eigene Lernen reflektiert. Konkret werden folgende Kompetenzfächer angeboten:


Stufe 6: Lernen lernen
Stufe 7: Computer-Kompetenz-Kurs (CKK)
Stufe 8: Zeitmanagement
Stufe 9: Texte und texten
Stufe 10: Rhetorik Neigungsfach

Der schulische Alltag hat gezeigt, dass der Erwerb von Wissen, Fakten und Kenntnissen zwar unerlässlich ist, es aber häufig sinnvoller ist, in gewissen Bereichen mehr in die Tiefe statt in die Breite zu gehen und dabei die Relevanz für die Lebenswirklichkeit aufzudecken. Dies versucht das internat Solling mit den so genannten "Neigungsfächern". Sie werden jahrgangsübergreifend in den Stufen 8 und 9 unterrichtet und sind versetzungsrelevant. Die Schüler können - gemäß ihren Neigungen - aus einem vielfältigen Angebot von Kursen zu Beginn eines Schuljahres ihr Neigungsfach auswählen. Die Idee der Neigungsfächer ist es, sich einem Themengebiet fächerübergreifend, aus verschiedenen Richtungen, auf unterschiedlichen Wegen und möglichst praxisnah zuzuwenden. Die Schüler selbst erleben das Neigungsfach in seiner Methodik oft als "Entspannung" vom normalen Fachunterricht, da sie viel mehr Freiräume, selbsttätiges und selbstbestimmtes Handeln und Platz zur Übernahme von eigener Verantwortung und eigenem Tun erleben. Sie lernen Teamfähigkeit, Zeitmanagement und Produktorientierung, Attribute, die ihnen im späteren Leben sehr von Nutzen sein können.
In den letzten Jahren gab es bereits ein vielfältiges Angebot an Themen: "Rezitation", "Menschenrechte", "Außenplastik", "Kunst und Computer", "Automobilwirtschaft", "UNESCO", "Filmanalyse" und viele mehr. Die Liste wird ständig erweitert, da das Kollegium jedes Jahr vor neuen Ideen sprüht.
In diesem Jahr werden in der Stufe 8 die Neigungsfächer "Keramik" und "Trendsportarten" angeboten, in der Stufe 9 "Naturwissenschaft - Forschen und Entdecken" sowie "Jüdische Geschichte". Jahr-gangsübergreifend gibt es das Neigungsfach "Theater".

Praktische Aufgabe

Die Praktische Aufgabe, oder kurz PA, in der 10. Klasse ist eine kleine „Forschungsarbeit“, die sich über drei Monate erstreckt. 
Förderungsschwerpunkte
Gefördert wird in allen Bereichen. Es gibt 5 Oberstufenprofile: sprachlich, naturwissenschaftlich, gesellschaftswissenschaftlich, musisch-künstlerisch und sportlich.

Lehr- und Lernmethoden

Methodenkompetenz ist ein Stichwort, dass in vielen pädagogischen Publikationen und vor allem in der Schulentwicklung immer wieder genannt wird – Methoden zu schulen ist vor allem Aufgabe des Fachunterrichts, doch am Internat Solling  wird schon seit Jahren in den sogenannten Kompetenzfächern auch separat Methodisches eingeübt: in Klasse 6 gibt es das Fach „Lernen lernen“, in Klasse 7 unseren beliebten Computer Kompetenz Kurs; in Klasse 8 wird ein zweitägiges Seminar zum  „Zeitmanagement“ angeboten und in Stufe 9 widmet man sich „Texte und texten (Tut)“, um eine noch gezieltere Vorbereitung auf die wachsenden Anforderungen im Bereich der Textarbeit in der gymnasialen Oberstufe zu leisten.

Neben diesen Fächern ergänzen die Neigungsfächer in den Stufen 8 und 9 die herkömmliche Stundentafel, so konnten die Schüler im Schuljahr 2012/13 zwischen den Kursen „Rezitation“, „Backofenbau“, „LSH Kochbuch“ sowie „Sport statt Gewalt“ wählen – hier versucht das Internat Solling als Unesco-Projektschule das jeweilige Jahresthema der Unesco (in diesem Falle „Ernährung in der Welt“) aufzunehmen.

Auch die Seminarfächer in der Kursstufe besitzen zumeist einen Unesco relevanten Inhalt – denn die Beschäftigung mit den Themen „Menschenrechte“, „internationale Beziehungen“, „Weltkulturerbe Corvey“ und „Biotechnologie“ gehen weit über den normalen Lehrplan hinaus und lassen den Blick aus dem schulischen Alltag heraus in die Welt schweifen, denn wie schon im Leitbild des Internats Solling formuliert ist es ein wichtiges Anliegen, dass sich in Schüler als „Bürger der einen Welt“ begreifen.

Bildergalerie
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Anschrift
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