Angebote und Freizeit
Salem bietet den Schülern eine Vielzahl von Möglichkeiten, die es von anderen Schulen unterscheidet. Neben den üblichen Anforderungen erwartet Salem von seinen Schülern, dass sie sich auch internatlich für die Gemeinschaft engagieren und lernen, Verantwortung zu übernehmen. So z. B. durch die Ämter:
Altersgemäß werden die Schüler an vielfältige Aufgaben herangeführt, für bestimmte Ämter vorgeschlagen oder gewählt. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Funktionen, die Schüler übernehmen können. Die so genannten Helfer unterstützen die Mentoren bei alltäglichen Aufgaben auf den Flügeln (Wohngruppen) und sind ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Mentor und den Schülern eines Flügels. Die Dienste werden von den Dienstekapitänen geleitet. Die verschiedenen Schülerunternehmen, wie Clubhaus, Cafeteria und der Billardraum werden von Schülern geführt. Die Erwachsenen stehen den Ämterträgern beratend zur Seite. Das höchste Salemer Amt ist das der Schulsprecher. Sie werden jährlich von der Vollversammlung gewählt und haben Stimmrecht in vielen Gremien.
In Salem muss jeder Schüler ein bestimmtes Pensum an sportlichen und musischen Aktivitäten, Diensten, Handwerken (Innungen) etc. erfüllen. Dies ist stufenabhängig; die jeweiligen Aktivitäten kann der Schüler selbst wählen. Bestandteile des Pflichtprogramms sind:
Die Dienste:
Verantwortung für andere zu übernehmen gehört zum Kern der Salemer Erziehung. Schwächeren und in Not geratenen Menschen zu helfen, erfordert aber neben Einsatzbereitschaft besondere Fähigkeiten und Kenntnisse. Diese werden in den Salemer Diensten gelernt und eingeübt. Es sind handwerkliche und technische Fertigkeiten, z. B. muss ein Sanitäter wissen, wie man einen Verband fachgerecht anlegt, aber auch persönliche Fähigkeiten wie Verlässlichkeit, Teamgeist und Durchhaltevermögen besitzen, da die Aufgaben im Team bewältigt werden. Neben der Outdoorerziehung sind die Salemer Dienste die wichtigste und tragfähigste pädagogische Idee des Schulgründers Kurt Hahn. Fünf Prinzipien definieren dabei ihre jeweilige Aufgabenstellung: Pflicht, Kompetenz, Kontinuität, Ernsthaftigkeit und die Öffnung der Schule nach außen.
Jeder Salemer Schüler verpflichtet sich ab der 9. Klasse mindestens einen Nachmittag pro Woche für einen Dienst. Er kann dabei je nach Interessensschwerpunkt aus einem facettenreichen Angebot von 19 verschiedenen Diensten wählen, u.a. Feuerwehr, THW, Sozialdienst, Nautik, Nachhaltigkeitsdienst, Aidshilfe
Sport:
Zu einem ganzheitlichen Erziehungskonzept gehört auch der Sport. Jeder Schüler belegt mindestens zwei Sportarten, darunter eine Mannschaftssportart. An der Schule Schloss Salem gibt es viele Schulmannschaften, die regelmäßig an größeren Wettbewerben teilnehmen.
In Salem werden über 15 verschiedene Sportarten angeboten. Darunter der Schulsport Hockey, Basketball, Volleyball, Tennis, Rugby etc. Unverzichtbarer Teil der Salemer Erlebnispädagogik sind diverse Outdoorangebote wie Mountaineering, die Teilnahmemöglichkeit am Duke of Edinborough Award, Skiausfahrten, Schneeschuhwanderungen etc.. An jeder Stufenschule findet mindesten eine verpflichtende Outdoorveranstaltung statt. Höhepunkt ist die Outward Bound – Exkursion der 9 Jahrgangsstufe.
Kunst und Kultur:
Salemer Schüler nutzen vielfältige Möglichkeiten, ihre Talente zu entdecken, frei zu entfalten und daraus Selbstvertrauen zu schöpfen – sei es auf den Brettern, die die Welt bedeuten, im Schulorchester, beim Tanzen oder im bildnerischen Gestalten eigener Werke. In Salem gibt es eine Vielzahl von künstlerischen Aktivitäten.
Neben Mediendesign, Fotografie, Schneiderei, Schreinerei etc. unterrichten u. a. 20 Musiklehrer 13 verschiedene Musikinstrumente. Schulorchester, Schulchor, Jazz- oder Rockband und große Musicalproduktionen bereichern das Schul- und Internatsleben.
Wochenende und Ferien
Über 90 Prozent der Schülerschaft in Salem ist intern. Am Wochenende ist dementsprechend immer etwas los: Sportturniere, Kinobesuche, Ausflüge werden bei Interesse organisiert. Auch Ausbildungen im Rahmen der Dienste finden nicht selten am Wochenende statt. An bestimmten im Jahresplan festliegenden Wochenenden haben alle Schüler in Salem Präsenzpflicht. Diese Wochenenden dienen der Pflege der Gemeinschaft und sind oft Highlights im Internatsalltag. In den Ferien verlassen alle Schüler das Internat. Die Ferien orientieren sich baden-württembergischen Ferienplan.
Räumlichkeiten und Unterbringung
Die Unterkünfte in Salem sind bescheiden. Dreibettzimmer sind in der Unter- und Mittelstufe die Regel. In der Oberstufe existieren am Standort Spetzgart einige wenige Einzelzimmer, im Standort Härlen ausschließlich Doppelzimmer. Die Wohneinheiten der Mittel- und Oberstufe sind mit Flügelküchen ausgestattet, die es den Schülern ermöglichen, sich individuell oder im kleinen Kreise Mahlzeiten zuzubereiten. Der Hohenfels ist nahezu medienfrei: Handy und I-Pod sind nicht gestattet, Computer und Fernsehen spielen im Internatsalltag keine Rolle. In der Mittel- und Oberstufe existiert ein W-Lan-Netz, die PC-Nutzung ist auch in den Wohnbereichen unter bestimmten Bedingungen und Zeiten gestattet.
Lage und Umgebung
Unterstufe Burg Hohenfels
Von Klasse 5 bis 7 leben und lernen die Schüler auf der mittelalterlichen Burg Hohenfels – inmitten idyllischer Natur und mit vielen auf dem Burggelände lebenden Haustieren.
Mittelstufe Schloss Salem
Die Klassen 8 bis 11 und die Schüler der Internationalen Klassen 8-10 sind in Schloss Salem untergebracht. Im ehemaligen Zisterzienserkloster herrscht eine ganz besondere Arbeits- und Wohnatmosphäre.
Die Oberstufe Salem International College
Im Salem International College verbringen die Salemer Schüler die beiden letzten Jahre ihrer Schullaufbahn.
Die Oberstufe der Schule Schloss Salem ist auf zwei Standorte verteilt: Schloss Spetzgart bei Überlingen liegt inmiten von Obstwiesen und Weiden mit herrlichem Blick auf den Bodensee. Hier wohnen hauptsächlich die Schüler der Klasse 12 und des IB Year 1. Im neu erbauten, weitläufigen Campus auf der benachbarten Gemarkung Härlen leben und arbeiten die Schüler des jeweiligen Abschlussjahrganges beider Systeme. Umfangreiche Bibliotheken, Sportplätze, der schuleigene Hafen am Bodensee und viele andere Einrichtungen an den beiden Schulstandorten bieten den Schülern beste Möglichkeiten, sich in ganz verschiedenen Richtungen voll zu entfalten.
Schüleraustausch und Internationales
Als Gründungsmitglied der Round Square Conference kann Salem weltweit ein attraktives Austauschprogramm anbieten. Schüler der Klassen 9-10 können sich für die Dauer von 8-12 Wochen um einen Aufenthalt an einer der RSC-Schulen bewerben. In dieser Zeit werden Schüler der Austauschschule in Salem aufgenommen.
Da die Plätze begrenzt sind, können nur besonders qualifizierte Schüler an diesem Programm teilnehmen.
Ein hausinternes Auswahlverfahren der Schule vergibt die Plätze. Salem unterhält außerdem Austauschkontakte zu weiteren ausgewählten, erstklassigen Instituten wie z. B. Marlborough College in GB, Loomis Chaffee und Tabor Academy in Amerika und Hilton College in Süd Afrika. Weitere Partnerschulen befinden sich in Frankreich (Lycée St.Vincent nahe Paris), der Schweiz (Ecole Nouvelle de la Suisse Romande). Spanien (Colegio Alemán Alberto Durero in Sevilla) und in China (Tsinghua Highschool Peking). Wer eine intensivere Auslandserfahrung wünscht, kann nach der 10. Klasse das Salemer Auslandsjahr absolvieren. Das Programm beinhaltet einen 7 monatigen Aufenthalt an der Westen Reserve Academy in Ohio, dem sich in Salem eine gezielte Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe anschließt.