„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen“. Dieses Sprichwort trifft wohl im Internat am meisten zu – eine Kombination aus Freizeit und exzellenter Schulausbildung. Chancen nutzen, die durch eine übliche Schule vielleicht verborgen blieben.
Das Internat dient als Lern- und Lebensstätte. Sicherlich ist das Internat für viele Schüler ein zweites Zuhause. Ein Internat ist im Grunde genommen wie eine Schule mit Vollpension. Eine Schule, die nicht nur Allgemeinwissen vermittelt oder sogar spezialisierte Fächer anbietet. Ein Internat ist auch eine Erziehungseinrichtung, in der Schüler jeden Alters leben.
Das Internat bietet ein geordnetes Leben, das die Schüler auf die Zukunft vorbereiten soll. Neben Regeln und Teamfähigkeit lernen die Bewohner im Internat auch schnell, selbständig für sich zu sorgen. Die Persönlichkeitsentwicklung im Internat wird gefördert und die Schüler lernen in kleinen Gruppen mit engagierten Pädagogen. Individuelle Unterstützung und strukturierte Abläufe prägen den Schulalltag.
Eine gute Lehre ist eine wichtige Voraussetzung für die Leistungen der Schüler. Im Gegensatz zu Lehrern an staatlichen Schulen wissen sich Lehrer der privaten Internate nicht in einem unkündbaren Vertrag: Dadurch müssen sich die Lehrer der privaten Internate ständig weiterentwickeln, um eine hohe Qualität des Unterrichts zu sichern und damit ihren Arbeitsplatz zu sichern. Während so mancher Unterricht einer staatlichen Schule keinerlei Kontrolle unterliegt, werden die Schüler im Internat oft selbst zu Notengebern. So müssen sich auch die Lehrer Prüfungen unterziehen.
Unterricht soll vor allem an einem Internat innovativ, abwechslungsreich und sinnvoll gestaltet werden. Im Gegensatz zu staatlichen Schulen werden Internate durch Gebühren aus dem Elternhaus der Schüler bezuschusst. Durch diese Gelder werden die Klassenzimmer im Internat häufig mit Computern und anderen unterrichtstauglichen Medien ausgestattet. So kann im Internat auch mehr Personal für kleinere Gruppen finanziert werden.
Ausländische, vor allem britische Internate sind bei deutschen Schülern so begehrt wie nie. Neben exzellenter Lehre und guter Betreuung fördert noch ein anderer Faktor das Leben und Lernen in einem ausländischen Internat: Internationale Bekanntschaften. Schüler aus aller Welt lernen zusammen, schließen Freundschaft, teilen sich das Zimmer oder die Sportmannschaft. Die Schüler gehen so ganz automatisch einen wichtigen Schritt in Richtung Toleranz und Weltoffenheit.